Homebound

Wir sind mittlerweile etwas mehr als zwei Wochen zu Hause und somit ist der letzte Bericht dieser Reise noch offen: Nach Südfrankreich haben wir den Heimweg über das Piemont (Italien) angesteuert. Dort haben wir in einem wunderschönen Agriturismo übernachtet und vor allem diniert wie die Könige. Einen Abstecher nach Alba haben wir auch noch gemacht. Das war zwar schön, aber extrem heiss. Bei der Bruthitze haben wir tatsächlich nicht sehr viel mehr gemacht als gebadet und spät Abends gegessen und gegessen und noch mehr gegessen…

Danach ging es noch ein Stück weiter heimwärts, erstmals wieder in die Schweiz. Diesmal an den anderen See im Tessin. In Agno haben wir auf einem sehr schönen Campingplatz direkt am Luganersee übernachtet. Am letzten Morgen haben wir noch fein gefrühstückt und dann bei 31 Grad und Sonnenschein zusammengepackt.

Nach dem Gotthard dann der Schock: 16 Grad, Nebel und Nieselregen…Igitt. Und wo waren schon wieder die langen Hosen und die Regenjacken??
Am Zürisee angekommen war es weiterhin eher kühl, aber immerhin freundlicher. Daher haben wir Bulli abgestellt, angefangen aufzubauen und plötzlich stand da mein Mami und hat uns überrascht 🙂 Am Abend haben wir dann alle zusammen im Fischers Fritz, wie immer super fein, gegessen und danach wollten wir eigentlich unsere letzte Nacht im Bulli verbringen. Wollten…
Unser Stellplatz war direkt neben der Feuerstelle und wir wurden regelrecht eingeräuchert. An draussen sitzen oder gar drinnen schlafen war absolut nicht zu denken. Wir haben auf unserer Reise die verschiedensten Stellplätze angetroffen. Aber sowas? Mit „Premium Seesicht“ wurde uns der Platz angepriesen. Vor lauter Zelte vornedran (es waren bestimmt 30, dicht aneinander gereiht) konnten wir den See nicht sehen und die restliche Sicht war wie gesagt völlig vernebelt. Es war nicht nur der schlechteste und kleinste Platz, nein auch der teuerste auf der ganzen Reise.

Somit haben wir uns nach dem Nachtessen spontan entschieden abzubrechen und direkt nach Hause zu fahren. Kaum auf der Autobahn Richtung Basel war die Vorfreude auf unsere eigenen vier Wände riesig. Dort angekommen konnten wir es kaum fassen wie riesig und schön unser Zuhause doch ist. Unsere (eigene!) Dusche und unser (eigenes! super bequemes!) Bett kamen uns vor wie der Himmel auf Erden.

Maleas Freude war wie erwartet am grössten. Unterdessen haben wir auch fast alle lieben Freunde und Familienmitglieder wieder gesehen, vieles mit ihnen unternommen und auch einige Ausflüge z.B an den Schluschsee und an den Thunersee gemacht. Am Thunersee sind wir sogar unverhofft nochmals über Nacht bei lieben Freunden auf dem Campingplatz im Zelt untergekommen, konnten etwas segeln und eine super schöne Zeit zusammen geniessen.

Es ist also hauptsächlich ein gutes Gefühl wieder daheim zu sein 😉
Hauptsächlich weil ich es schade finde, dass die Reise bereits vorbei ist und vor allem weil ich das Meer schon wieder vermisse. Die Reise im Bulli ist zwar vorbei, die Ferien zum Glück noch nicht. Und was ewig bleibt sind die schönen Erinnerungen.

Damit zum Fazit: Es war absolut herrlich. Unvergesslich.
Würden wir es wieder machen? Absolut.
Wieder mit Bulli? Gerne. Aber „nur“ noch 2-3 Wochen.
Hätten wir die Reise besser mit dem eigenen Auto (und in Hotels/Wohnungen) gemacht? Vielleicht. Aber wir möchten die Erfahrung nicht missen und es war eine gute „Schule“ mal etwas einfacher unterwegs zu sein und zu sehen, dass man mit ganz wenig auskommt und vor allem was wirklich wichtig ist im Leben.

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